Fit durch den Winter – Strategien für ein starkes Immunsystem in den Wechseljahren

Sabine Gerharz

Gerade in der langen Winterzeit begegnest du ständig Menschen, die erkältet sind, husten oder „irgendwas ausbrüten“. Grippewellen ziehen durchs Land – und genau dann kommt es darauf an, dass dein Immunsystem wach, klar und gut reguliert arbeitet, damit es Belastungen möglichst schnell abschütteln kann.

Was viele Frauen nicht wissen: Deine hormonelle Achterbahnfahrt in den Wechseljahren beeinflusst dein Immunsystem ganz erheblich. Die hormonellen Veränderungen können:

  1. entzündliche Prozesse im Körper verstärken,
  2. die Immunantwort ungenauer machen – sie reagiert schneller, aber weniger effektiv,
  3. Regeneration und Erholung verlangsamen, besonders bei Stress und Schlafmangel.

Gerade deshalb ist es eine hervorragende Idee, deinem Immunsystem jetzt bewusst Aufmerksamkeit zu schenken – nicht mit Druck, sondern mit klugen, alltagstauglichen Impulsen.

Hier erfährst du mehr darüber, wie dein Immunsystem funktioniert, was sich in den Wechseljahren verändert und bekommst Strategien für ein starkes Immunsystems in den Wechseljahren und eine Vielzahl an Tipps und Inspirationen, die du JETZT umsetzen kannst.

Ich freue mich auf deine Rückmeldung 💛

Kurz und knackig: so funktioniert dein Immunsystem

Stell dir dein Immunsystem wie ein treues Schutzteam vor, das rund um die Uhr für dich arbeitet. Es scannt unermüdlich deinen Körper nach Eindringlingen (Viren, Bakterien, Pilzen) und markiert sie blitzschnell, damit sie neutralisiert werden, bevor sie Chaos anrichten. 

Es arbeitet in mehreren Schichten, wie eine gut abgestimmte Verteidigungslinie.

Die äußeren Barrieren sind deine erste Festung: Haut, Schleimhäute in Nase und Mund, Magensäure oder die starke Darmbarriere halten die meisten Feinde draußen.

Wenn doch mal welche durchrutschen – wie bei einer Erkältung, wo Viren die Nasenschleimhaut überwinden –,  springt zuerst das angeborene Immunsystem ein: Die schnellen Ersthelfer im Blut und Gewebe, wie Fresszellen (Makrophagen), die Eindringlinge verschlingen, und Botenstoffe (Interferon-γ, Interleukine, TNF-α : Tumor-Nekrose-Faktor α), die Verstärkung rufen und Entzündungen steuern.

Parallel dazu wird das erworbene (adaptive) Immunsystem aktiviert: Hochspezialisierte Zellen und Antikörper, die wie maßgeschneiderte Schlüssel passen, Erreger gezielt festnageln und sich für die Zukunft merken.

Bestandteile der erworbenen (Fresszellen) und angeborenen (ANtikörper) Immunabwehr
Dein Immunsystem ist sehr komplex und arbeitet wie ein gut aufeinander abgestimmtes Uhrwerk

Hier kannst du es noch genauer nachlesen.

Wenn du dich gerade wunderst, warum du in der letzten Zeit gefühlt häufiger krank bist wie früher und danach ewig brauchst, um wieder fit und belastbar zu sein kann ich dich beruhigen:

Du bildest dir das nicht ein – in den Wechseljahren verändert sich die Abwehr tatsächlich spürbar.

Warum das so ist schauen wir uns jetzt an:

Warum du in den Wechseljahren anfälliger bist

In den Wechseljahren gerät nicht nur der Hormonhaushalt ins Wanken, sondern auch die feine Abstimmung zwischen Hormonsystem, Nervensystem und Immunsystem. Sinkende Östrogen- und Progesteronspiegel beeinflussen Entzündungsprozesse, Schleimhäute, Darmflora und unsere Stressreaktion – alles zentrale Stellschrauben für eine stabile Immunabwehr.

Dazu kommen häufig Schlafprobleme, mehr Alltagsstress, Gewichtsschwankungen und veränderte Essgewohnheiten. Das ist die perfekte Bühne für stille („low grade“) Entzündungen, eine höhere Infektanfälligkeit, langsamere Regeneration und dieses diffuse Gefühl, nicht mehr richtig in deiner Kraft zu sein.

Warum Frauen in den Wechseljahren anders reagieren – die wichtigsten Faktoren

  • Progesteron: Wirkt beruhigend und entzündungsdämpfend – sinkt es, reagiert das Immunsystem oft schneller und heftiger.

  • Östrogene: Regulieren Entzündungen und schützen Schleimhäute – ihr Rückgang macht anfälliger für Infekte.

  • Cortisol: Das Stresshormon steigt leichter an und bleibt länger erhöht, was die Immunabwehr bremsen kann.

  • DHEA: Dieses regenerative Hormon nimmt ab und reduziert die Fähigkeit des Körpers, sich schnell zu erholen.

  • Schlaf: Schlechter oder kürzerer Schlaf schwächt die Immunantwort messbar.

  • Schleimhäute: Werden trockener und durchlässiger, sodass Krankheitserreger leichteres Spiel haben.

  • Darm: Die Darmflora verändert sich, die Immunzentrale wird empfindlicher und reagiert schneller aus dem Gleichgewicht.

  • Oxidativer Stress: Steigt in den Wechseljahren an und belastet Zellen und Immunsystem zusätzlich.

Wie kann sich diese erhöhte Anfälligkeit bemerkbar machen?

Viele Frauen berichten davon, häufiger akut krank zu werden. Infekte der Atemwege halten sich länger, Erkältungen kommen schneller zurück oder Blasenentzündungen treten plötzlich gehäuft auf. Das Immunsystem reagiert verzögert oder weniger effektiv als früher.


Bei anderen zeigt sich die Dysbalance auf einer tieferen Ebene: Autoimmunerkrankungen können sich erstmals bemerkbar machen oder bestehende Erkrankungen werden aktiver. Sinkende hormonelle Schutzmechanismen und veränderte Immunreaktionen spielen dabei eine zentrale Rolle.

Ein weiteres typisches Muster sind chronische, unterschwellige Entzündungen, auch bekannt als Inflammaging. Diese „leisen“ Entzündungsprozesse laufen oft lange unbemerkt im Hintergrund, belasten den Körper jedoch dauerhaft und stehen in Zusammenhang mit Erschöpfung, Schmerzen, Stoffwechselveränderungen und der Entstehung fast aller chronischer Erkrankungen.

Die gute Nachricht ist

Du bist diesem Prozess nicht ausgeliefert. Auch wenn wir den Hormonwandel nicht aufhalten können, hast du mehr Einfluss, als du vielleicht gerade denkst. Entscheidend ist, an den richtigen Stellschrauben zu drehen – nicht mit Druck, sondern mit Strategie.

Ein starkes Immunsystem in den Wechseljahren entsteht nicht durch ein einzelnes Wundermittel, sondern durch ein kluges Zusammenspiel aus Entzündungsregulation, Stoffwechselbalance, gezielter Unterstützung der Immunzellen und einer stabilen Magen-Darm-Barriere.

Genau hier setzen die folgenden vier Strategien an – praxisnah, hormonfreundlich und alltagstauglich.

Strategien für ein stärkeres Immunsystem in den Wechseljahren

In den Wechseljahren gerät nicht nur der Hormonhaushalt ins Wanken, sondern auch die feine Abstimmung zwischen Hormonsystem, Nervensystem und Immunsystem.
Sinkende Östrogen- und Progesteronspiegel beeinflussen Entzündungsprozesse, Schleimhäute, Darmflora und unsere Stressreaktion – alles zentrale Stellschrauben für eine stabile Immunabwehr.

Dazu kommen häufig Schlafprobleme, mehr Alltagsstress, Gewichtsschwankungen und veränderte Essgewohnheiten. Das ist die perfekte Bühne für stille („low grade“) Entzündungen, eine höhere Infektanfälligkeit, langsamere Regeneration und dieses diffuse Gefühl, nicht mehr richtig in deiner Kraft zu sein.

Strategie 1: Entzündungen gezielt senken

Wichtige Zusammenhänge Entzündung–Immunsystem

Entzündung ist grundsätzlich nichts Schlechtes – im Gegenteil. Sie ist eine hochintelligente Immunantwort, mit der unser Körper auf Verletzungen, Infekte oder Belastungen reagiert. Problematisch wird es erst dann, wenn diese Entzündungsreaktion nicht mehr sauber beendet wird. Genau das passiert bei vielen Frauen in den Wechseljahren.

Mit den hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren, besonders dem Rückgang von Östrogen, geht ein wichtiger entzündungsdämpfender Schutz verloren.
Hinzu kommen Faktoren wie Insulinresistenz, viszerales Fett, Darmdysbiose sowie Schlafmangel und chronischer Stress – sie alle verstärken die Entzündungstendenz zusätzlich.

Gleichzeitig nimmt die Effizienz der Immunzellen ab, sodass der Körper paradoxerweise gleichzeitig „entzündlicher“ und weniger abwehrstark wird.

Das kann weitreichende Folgen haben:
Dein Immunsystem reagiert übermäßig, Infekte treten häufiger auf, das Risiko für Autoimmunerkrankungen steigt, Herz-Kreislauf-Probleme werden wahrscheinlicher, und auch Osteoporose sowie Stoffwechselstörungen können begünstigt werden.

Kurz gesagt: Das Immunsystem steht dauerhaft auf „Alarm“, obwohl längst kein echtes Feuer mehr brennt.

Praktische Tipps zur Entzündungsregulation

Regelmäßige, dosierte Bewegung
Bewegung ist eines der effektivsten Mittel, um entzündliche Marker zu senken. Ideal ist eine Kombination aus moderatem Ausdauertraining wie zügigem Gehen oder Radfahren, gezieltem Krafttraining und – falls passend – kurzen HIIT-Einheiten.

Entzündungshemmende Ernährung
Eine anti-entzündliche Ernährung wirkt sich direkt positiv auf deine Immunzellen aus.
Wichtige Elemente sind:

  • Stabiler Blutzucker: Kein Dauer-Snacken, Mahlzeiten bewusst planen
  • Polyphenole: Beeren, Kräuter, grünes Gemüse
  • Hochwertige Fette: Omega-3, Olivenöl
  • Weniger entzündungsfördernde Trigger: Zucker, Alkohol, stark verarbeitete Lebensmittel

Vitalstoffe
Vitalstoffe wirken in den Wechseljahren nicht nur „unterstützend“, sondern steuernd:
Sie beeinflussen Zytokine, Immunzell-Aktivität, oxidative Prozesse und sogar die Hormonrezeptoren.
Fehlen sie, läuft Entzündung leichter aus dem Ruder.

  • Omega-3-Fettsäuren
    Omega‑3-Fettsäuren senken proentzündliche Zytokine wie TNF‑α und IL‑6, fördern die Bildung entzündungsauflösender Mediatoren (Resolvine) und stabilisieren gleichzeitig die Zellmembranen von Immunzellen, was durch einige Studien belegt ist.
    https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3398219/

  • Vitamin D
    Vitamin D moduliert angeborenes und adaptives Immunsystem, bremst überschießende Immunreaktionen und schützt vor Autoimmun-Tendenzen.

  • Magnesium
    Magnesium senkt CRP und die NF‑κB-Aktivität, puffert Stressreaktionen ab und verbessert Schlaf sowie Regeneration.

Strategie 2: Zellstoffwechsel aktivieren

Stoffwechsel ankurbeln = Abwehrkräfte stärken

Dein Stoffwechsel ist viel mehr als die reine Kalorienverbrennung: Er ist Motor und Steuerzentrale für das Immunsystem. Denn jede Immunreaktion kostet Energie – und ohne einen gut laufenden Stoffwechsel gerät das System schnell in den Sparmodus. Frauen in den Wechseljahren merken das besonders: Hormonverschiebungen, Muskelabbau und ein sinkender Grundumsatz sorgen dafür, dass Energie oft knapper wird, während Entzündungstendenzen steigen. Das Immunsystem wird sozusagen ausgebremst, obwohl es gerade jetzt aktiv bleiben sollte.

Praktische Maßnahmen zur Stoffwechselaktivierung

Proteinreich essen
Eiweiß ist der wichtigste Baustein für deine Muskulatur – und Muskeln sind der Motor unseres Grundumsatzes. Wer ausreichend Protein isst, kann Muskelabbau verlangsamen oder sogar Muskeln aufbauen, wodurch der Körper mehr Energie verbrennt, selbst in Ruhe.
Gleichzeitig sorgt Protein für stabile Blutzuckerwerte und hält Heißhunger in Schach – beides unterstützt einen aktiven Stoffwechsel.

Ernährung für einen aktiven Stoffwechsel
Ein metabolisch aktiver Körper braucht Nährstoffe, die Energieproduktion und Zellstoffwechsel fördern. Dazu gehören komplexe Kohlenhydrate, gesunde Fette, ballaststoffreiche Lebensmittel und Mikronährstoffe wie B‑Vitamine, Magnesium und Zink. Diese Nährstoffe sorgen dafür, dass die Enzyme in den Stoffwechselwegen optimal arbeiten, Energie effizient freigesetzt wird und der Körper für Bewegung und Immunsystem ausreichend „Brennstoff“ hat.

Lebergesundheit
Die Leber ist deine Stoffwechselzentrale – sie reguliert Energie, entgiftet und steuert Fett- und Zuckerstoffwechsel. Eine gesunde Leber sorgt dafür, dass Nährstoffe richtig verarbeitet und Hormone abgebaut werden. Unterstützt wird sie durch pflanzliche Antioxidantien, Bitterstoffe, ausreichend Flüssigkeit und moderate Bewegung, wodurch der gesamte Stoffwechsel besser funktioniert.

So unterstützt du deinen Stoffwechsel mit Genuss

Zutaten für 1 Person

  • 100 g Quinoa oder Hirse (Protein & komplexe Kohlenhydrate)
  • 150 g Hähnchenbrust oder Tofu (Eiweiß)
  • 1 Handvoll Brokkoli, Rosenkohl oder Spinat (Ballaststoffe, Mikronährstoffe)
  • 1 kleine Karotte, geraspelt
  • ½ Avocado (gesunde Fette)
  • 1 TL Olivenöl
  • 1 TL Kürbiskerne oder Walnüsse
  • ½ TL Kurkuma + Prise schwarzer Pfeffer
  • Saft einer halben Zitrone
  • Salz & Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung

  1. Quinoa/Hirse kochen nach Packungsanleitung.
  2. Hähnchen/Tufu anbraten oder kurz grillen, leicht würzen.
  3. Gemüse kurz dämpfen oder in der Pfanne mit Olivenöl anbraten (nur leicht, damit Mikronährstoffe erhalten bleiben)
  4. Alles in einer Bowl anrichten: Quinoa/Hirse als Basis, Eiweiß, Gemüse, Avocado und Kerne dazugeben.
  5. Kurkuma, Pfeffer und Zitronensaft darübergeben, kurz vermischen, fertig!

Warum es deinen Stoffwechsel ankurbelt

Protein & komplexe Kohlenhydrate: stabilisieren Blutzucker und halten Muskeln fit
Gemüse & Kurkuma: liefern Polyphenole, fördern Enzymfunktionen und Entzündungshemmung
Gesunde Fette: unterstützen Hormonbalance und Zellstoffwechsel
Kerngedanke: Jede Komponente liefert Energie, Nährstoffe und Impulse für einen aktiven Stoffwechsel

Strategie 3: Darmbarriere stärken

Dein Immunsystem sitzt im Darm

Die Darmbarriere ist wie ein Torwächter unseres Immunsystems. Eine gesunde Schleimhaut lässt Nährstoffe durch, hält aber Schadstoffe, unerwünschte Keime und Entzündungsreize draußen. Ist die Barriere geschwächt, gelangen diese „unerwünschten Gäste“ ins Gewebe, aktivieren das Immunsystem und sorgen so für chronische, stille Entzündungen – ein Dauerstress für deine Abwehrkräfte.

So kannst du deine Darmbarriere gezielt unterstützen

Ballaststoffe & Präbiotika
Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Gemüse, Hülsenfrüchte, Hafer und Flohsamenschalen sind der Lieblingssnack für unsere guten Darmbakterien. Sie werden von diesen fermentiert und bilden kurzkettige Fettsäuren, die die Darmzellen nähren und die Schleimhaut stärken. So bleibt die Barriere intakt, Schadstoffe werden abgewehrt, und das Immunsystem wird entlastet.

Probiotika
Fermentierte Lebensmittel wie Joghurt, Kefir, Sauerkraut oder Kimchi liefern aktive, nützliche Bakterien direkt in den Darm. Sie helfen, das Mikrobiom ins Gleichgewicht zu bringen, fördern eine gesunde Vielfalt und reduzieren Entzündungssignale, die sonst das Immunsystem ständig alarmieren würden.

Zink & Glutamin
Zink ist essenziell für die Reparatur und den Schutz der Darmzellen, reguliert Entzündungsreaktionen und unterstützt deine Immunabwehr.
Glutamin, eine Aminosäure, dient den Darmzellen als Energiequelle, stärkt die Schleimhaut und sorgt dafür, dass die Darmbarriere stabil bleibt.
Gemeinsam tragen Zink und Glutamin dazu bei, dass der Darm dicht bleibt und das Immunsystem nicht unnötig in Alarmbereitschaft gerät.

Strategie 4: Stress reduzieren – Immunsystem entlasten

Stress als Immun-Bremse

Stress ist einer der stärksten, aber oft unterschätzten Immunblocker.

Wenn du über längere Zeit unter Druck stehst, bleibt dein Stresshormon Cortisol hoch – und dein Immunsystem bekommt ständig das Signal: „Achtung, keine Pause.“ Entzündungen können sich dadurch leichter festsetzen, die Abwehr reagiert nicht mehr klar, und dein Körper kommt kaum noch in die Regeneration. Viele Frauen merken das an häufiger Erschöpfung, Infekten oder dem Gefühl, einfach nicht mehr richtig aufzutanken.
In Studien konnte gezeigt werden, dass Stress Cortisol und Noradrenalin erhöht, T-Zellen und NK-Zellen reduziert, während akute Vagusstimulation IL-10 steigert und TNF-α senkt.



Besonders in den Wechseljahren reagiert dein Nervensystem sensibler, wodurch Stress schneller in stille Entzündung und Infektanfälligkeit umschlagen kann.


Der Schlüssel liegt im Vagusnerv. Er ist der wichtigste Gegenspieler von Stress, aktiviert den Parasympathikus und signalisiert dem Körper: Gefahr vorbei, Heilung darf beginnen. Wird er regelmäßig stimuliert, beruhigen sich Entzündung, Darm und Immunsystem messbar.

3 wertvolle Tipps zur Stressreduktion

Verlängerte Ausatmung
Schon wenige Minuten bewusste Atmung wirken stark auf den Vagusnerv. Atme langsam durch die Nase ein (4 Sekunden) und doppelt so lang aus (6–8 Sekunden). Diese einfache Technik senkt Cortisol, reduziert Entzündungssignale und bringt das Immunsystem zurück in den Ruhe- und Reparaturmodus.

Kälte
Kälte kann dem Nervensystem helfen, Stress besser zu regulieren – und das ist gerade in den Wechseljahren spannend. 
Kurzfristig fährt dein Körper zwar hoch – Puls, Atmung, Noradrenalin steigen –, aber genau dieses kontrollierte „Mini‑Stressereignis“ macht dich langfristig belastbarer.

Studien mit kalten Duschen, Eisbädern und Winterbaden zeigen: Wer regelmäßig (z. B. 30–90 Sekunden kalt am Ende der Dusche) übt, berichtet deutlich weniger empfundenen Stress, bessere Stimmung und besseren Schlaf. Langfristig regelmäßige Kälteanwendungen scheinen zudem die Fähigkeit zu verbessern, mit Stress umzugehen.

Für Frauen in den Wechseljahren kann Kälte so zu einem einfachen, kostenlosen Tool werden, um das überreizte Nervensystem zu beruhigen, aus dem Dauer-Alarmmodus auszusteigen und damit auch Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und innere Unruhe abzumildern.


Sinnesreize für Sicherheit
Wärme, Berührung und beruhigende Düfte senden dem Nervensystem sofortige Sicherheitsimpulse. Eine warme Dusche, Selbstmassage oder ätherische Öle wie Zypresse, Lavendel oder Bergamotte helfen, den Vagusnerv zu aktivieren und das Immunsystem zu entlasten.

Strategie 5: Regeneration durch erholsamen Schlaf

Schlaf und Immunsystem

Erholsamer Schlaf ist kein Luxus – er ist die wichtigste Regenerationsphase und damit eine Hochleistungszeit für dein Immunsystem. Während du schläfst, repariert dein Körper Zellen, reguliert Entzündungsprozesse und bildet Immunbotenstoffe sowie Antikörper. Besonders in den Tiefschlafphasen schaltet das Immunsystem vom Reagieren ins Regenerieren. Denn da steigt die Aktivität wichtiger Abwehrzellen (z.B. natürlicher Killerzellen, bestimmte T‑Zellen), und es werden Botenstoffe ausgeschüttet, die deine Immunantwort koordinieren und Gedächtniszellen stärken – deshalb „schlafen wir Infekte aus“.

Zu wenig oder schlechter Schlaf bringt dieses fein abgestimmte System aus dem Takt: Entzündungsmarker steigen, Stresshormone bleiben erhöht, Infekte treten häufiger und schwerer auf, und bestehende Beschwerden in den Wechseljahren (von Stimmung bis Gewicht) verstärken sich. In den Wechseljahren kommen erschwerend Hormonschwankungen (Östrogen, Progesteron, Melatonin) dazu, die Tiefschlafphasen verkürzen und nächtliches Aufwachen, Grübeln oder Hitzewallungen begünstigen – ein echter Teufelskreis für Immunsystem und Regeneration.

Tipps für erholsamen Schlaf

Licht: der unterschätzte Faktor für besseren Schlaf
Versuche morgens 10–20 Minuten Tageslicht zu tanken – ein kurzer Spaziergang oder Fenster reichen. Das synchronisiert deine innere Uhr, pusht Serotonin tagsüber und sorgt abends für eine starke Melatoninproduktion. In den Wintermonaten kannst du eine Tageslichtlampe nutzen, um deinen Körper den notwendigen Impuls zu geben.

Abends dann unbedingt Blaulicht dimmen: Smartphones, Tablets und Co. emittieren Blaulicht, das die nächtliche Melatoninproduktion bremst und deine innere Uhr durcheinanderbringt. Leg die Geräte mindestens 60 Minuten vor dem Zubettgehen beiseite, um deinem Körper freie Bahn für den Schlafeinstieg zu geben. Wenn das nicht klappt, aktiviere integrierte Nachtmodi, Blaulichtblocker-Brillen oder Apps, die das kalte Licht neutralisieren. Ergänzend hilft gedimmtes, warmes Licht in allen Räumen abends – so signalisierst du deinem Nervensystem sanft: „Zeit zum Runterfahren“.

Dein fester Schlaf-Rhythmus
Dein Immunsystem liebt Regelmäßigkeit. Lege daher dein persönliches Schlaffenster fest (z.B. 22:30–6:30 Uhr) und halte es möglichst täglich ein – auch am Wochenende. Der Körper liebt Rhythmus; regelmäßige Zubettgeh‑ und Aufstehzeiten stabilisieren Hormon‑ und Immunsystem deutlich mehr als sporadisches „Vorschlafen“ oder Ausschlafen.

Abendessen optimieren – besser schlafen
Dein Abendessen sollte 2–3 Stunden vor dem Schlafengehen leicht, nährstoffreich und blutzuckerstabil sein – idealerweise mit Protein (für Sättigung und Serotoninproduktion), gesunden Fetten (für langsame Energieabgabe) und Ballaststoffen (gegen Heißhunger), aber wenig einfachen Kohlenhydraten oder Zucker. So hat der Körper genug Brennstoff für Reparaturprozesse, ohne dass der Blutzucker nachts abstürzt oder Cortisol (Stresshormon) um 3–4 Uhr morgens hochfährt.

Ungünstig sind schwere, fettige oder zuckerreiche Mahlzeiten (z.B. Pasta, Süßes, Alkohol), die die Verdauung belasten, Insulinspitzen auslösen und zu Blutzuckertiefs führen – der Körper weckt dich dann mit Cortisol, um Energie zu mobilisieren.

Wechseljahresfaktoren wie Hitzewallungen oder Östrogenabfall verstärken das – ein Teufelskreis, der Entzündungen und Immunschwäche fördert.

„Schlaf‑Booster‑Bowl“

Hier habe ich noch ein leckeres Rezept für dich zum Ausprobieren:

Zutaten:
100 g Hüttenkäse oder Naturjoghurt (hochwertiges Protein)

½ Avocado (gesunde Fette für Sättigung)

1 kleine Handvoll Mandeln oder Walnüsse (Magnesium, Tryptophan)

½ Apfel oder Birne in Scheiben (Ballaststoffe, leichte Süße)

Prise Zimt (Blutzucker stabilisieren) + optional Kräutertee (z.B. Kamille)

Zubereitung: 
Avocado zerdrücken, mit Hüttenkäse mischen, Apfel/Nüsse dazugeben und mit Zimt bestreuen. 10 Min. ziehen lassen.
Das kannst du als letzte Mahlzeit 2–3 Std. vor Schlafengehen essen.
Benefits:
Es sättigt sanft, versorgt mit Tryptophan (für Melatonin), Magnesium (Entspannung) und stabiler Energie, ohne Blutzuckerschwankungen. Perfekt für die Wechseljahre: hormonfreundlich, entzündungshemmend und schlaffördernd.

Strategie 6: Vitalstoffe als Immun-Booster

Vitalstoffe – kleine Helfer mit großer Wirkung

Ein starkes Immunsystem braucht mehr als nur „gute Gene“ – es braucht die richtigen Bausteine. Vitalstoffe wirken dabei wie Schalter und Werkzeuge: Sie steuern Entzündungsreaktionen, unterstützen die Kommunikation zwischen Immunzellen und sorgen dafür, dass Abwehrprozesse effizient ablaufen und nicht überreagieren.
Gerade in den Wechseljahren steigt der Bedarf an bestimmten Mikronährstoffen, während die Versorgung oft unbemerkt sinkt.

Diese Vitalstoffe haben sich als echte Immunbooster bewährt:

Vitamin D
Vitamin D reguliert über 200 Immun-Gene, aktiviert Abwehrzellen wie T-Zellen und Makrophagen und dämpft gleichzeitig entzündliche Überreaktionen. Besonders in den Wechseljahren ist das relevant, denn bis zu 80% der postmenopausalen Frauen haben einen Mangel, der Infektanfälligkeit und Autoimmunrisiken deutlich steigert.
Wann hast du deinen Status zum letzten Mal überprüft?

Lebensmittel, die Vitamin D enthalten wie Lachs, Makrele, Eier, Pilze
Wie du einen optimalen Vitamin-D-Gehalt über deine Ernährung unterstützen kannst

Omega-3-Fettsäuren (EPA & DHA)
Omega-3-Fettsäuren senken proentzündliche Botenstoffe, fördern die Bildung entzündungsauflösender Mediatoren und stabilisieren die Zellmembranen von Immunzellen. Sie helfen deinem Immunsystem, Entzündung nicht nur zu bekämpfen, sondern auch zu beenden.
Es gibt einen einfachen Test, der dir zeigt, ob du gut versorgt bist – hier bekommst du ausführlichere Infos darüber, warum Omega-3-Fettsäuren ein game changer für dein Wohlbefinden in den Wechseljahren sein können.

Zink
Zink ist dein geheimer Immun‑Superheld: Es pusht die Reifung deiner Abwehrzellen, schützt sie vor oxidativem Stress und kann die Erkältungszeit sogar um bis zu 33% verkürzen. Gleichzeitig stabilisiert es Haut und Schleimhäute als deine erste Abwehrlinie und hält Entzündungen im Zaum, damit dein Immunsystem präzise arbeiten kann.

Selen
Selen ist wie dein persönlicher Immun‑Bodyguard gegen freie Radikale: Es schützt deine Abwehrzellen vor oxidativem Stress, pimpt die T‑Zell-Power und bremst sogar die Virusvermehrung an sich.
Ausserdem hat es eine zentrale Bedeutung für deine Schilddrüse, die dein gesamtes Stoffwechsel‑Immun‑Team am Laufen hält.

Strategie 7: Pflanzenpower fürs Immunsystem

Immunsystem stärken mit Pflanzenkraft

Pflanzliche Mittel (Phytotherapeutika) sind sanfte Regulatoren für dein Immunsystem: Sie modulieren Abwehrzellen, dämpfen Entzündungen und stärken Barrieren – ideal in den Wechseljahren, wo hormonelle Schwankungen die Balance stören.

Welche Mittel kommen in Frage?

Zistrose (Cistus incanus): Dein Schleimhaut‑Schutzschild gegen Viren und Bakterien
Zistrose ist ein Mittelmeer‑Kraut mit enormer antiviraler und antibakterieller Power, die vor allem über starke Polyphenole wirkt – diese haften sich an Viren und blockieren deren Anheftung an deine Schleimhäute. Gleichzeitig schützen sie vor Bakterienadhäsion und stärken die Darm‑ und Atemwegsbarriere als erste Infektionsbremse.

Klinische Studien belegen: Bei regelmäßiger Einnahme (Tee) verkürzt sich die Dauer von Atemwegsinfekten um 2–3 Tage, Symptome sind milder, und die Infektanfälligkeit sinkt. Durch eine Immunmodulation können Immunfaktoren (Makrophagen) aktiviert und entzündliche Botenstoffe (Zytokine) herunterreguliert werden.

Somit ist die Zistrose perfekt für die Wechseljahre, wo geschwächte Schleimhäute und chronische Low‑Grade‑Entzündung Infekte begünstigen: Ein warmer Zistrose‑Tee täglich „dichtet“ deine Abwehr von innen ab und gibt deinem Immunsystem den Rückenwind, den es braucht.

Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus): Ein echtes Power‑Kraut für dein Immunsystem
Kapuzinerkresse wirkt wie ein natürliches pflanzliches Antibiotikum. Die enthaltenen Senfölglykoside hemmen das Wachstum von Bakterien, Viren und Pilzen und unterstützen dein Immunsystem besonders an den Schleimhäuten von Atemwegen und Harntrakt. Gleichzeitig wirkt sie entzündungshemmend, ohne die Immunabwehr zu blockieren – ideal also bei wiederkehrenden Infekten oder wenn du dein Immunsystem sanft, aber effektiv unterstützen möchtest.

Kombiniert mit Meerrettich wirkt sie stark gegen Harnwegsinfekte; frisch als Kraut/Tee oder Tropfen ideal zur Vorbeugung in der Erkältungszeit. Passt perfekt zu Echinacea oder Zistrose in deinem Immun‑Tee!


Astragalus (Tragantwurzel): Dein langfristiger Immun‑Tonikum
Tragantwurzel ist ein Klassiker der traditionellen chinesischen Medizin.
Astragalus wirkt wie ein Trainingspartner für dein Immunsystem: Er bringt deine Abwehrzellen in Bewegung, stärkt die Antikörperbildung und unterstützt die natürliche Schutzschicht deiner Schleimhäute – also genau dort, wo Erreger zuerst angreifen. Studien zeigen, dass regelmäßige Einnahme die Infektanfälligkeit deutlich senken kann, besonders wenn du dich oft erschöpft fühlst oder dein Immunsystem aus dem Gleichgewicht geraten ist. Gleichzeitig hilft Astragalus deinem Körper, besser mit Stress umzugehen, senkt dauerhaft erhöhtes Cortisol und schützt deine Immunzellen vor frühzeitigem Altern. Das Ergebnis: mehr Widerstandskraft, mehr Energie und ein Immunsystem, das ruhig, aber wach bleibt.

Strategie 8: Hildegard-Heilmittel

Hildegard von Bingen: Pionierin der Immunstärkung

Hildegard von Bingen (1098–1179) war nicht nur Visionärin und Komponistin, sondern eine echte Pionierin der ganzheitlichen Medizin – sie sah den Menschen als Einheit aus Körper, Geist und Seele, beeinflusst von vier Säften und Elementen.
Wenn diese Balance kippt schwächt das dein Immunsystem, macht dich anfälliger für Infekte, Erschöpfung oder Entzündungen. Ihre Rezepte zielen genau darauf ab: Kräuter und Gewürze entgiften, wärmen von innen, stärken die Säfte und boosten die Abwehr.

Zwei Top‑Rezepte aus dem Klostergarten

Die Hildegard Immun Kraft® Mischung
Stell dir vor, du hast eine Mischung, die nicht nur schmeckt sondern dein Immunsystem von innen wärmt, entgiftet und aktiviert – genau das liefert die Hildegard Immun Kraft® mit ihrer cleveren Gewürz‑Kombi aus Ingwerwurzelpulver, Galgantwurzelpulver, Zimtpulver und Bertramwurzelpulver. Jede Zutat hat ihren Platz: Ingwer und Galgant wirken durchblutungsfördernd und entzündungshemmend, Zimt stabilisiert deinen Blutzucker und wirkt antimikrobiell, während Bertram die Verdauung kickstartet und „schlechte Säfte“ ableitet – zusammen ein synergistischer Boost für Darmimmunität, Vitalität und Abwehr gegen Infekte.

Die Mischung ist vielseitig einsetzbar: Du kannst mit ihr backen, kochen, würzen oder als Tee trinken. Mische dafür 1 TL Hildegard Immun Kraft® mit 1 TL Honig in 1 Glas Wasser und trinke das 1–2x täglich als Kur über 4–6 Wochen. Aber Vorsicht: Die Mischung hat es in sich und weckt durch ihre nachhaltige Schärfe alle Lebensgeister! 

Hildegard’sches Wasserlinsenelixier
Vor allem die vielfältigen Umweltgifte, denen wir Menschen heute nun einmal nicht entkommen können, werden hiermit sorgsam aus dem Körper geleitet. Es wird empfohlen, jährlich eine einmonatige Kur zu machen. Dadurch werden auch sämtliche Stoffwechselschlacken herausgespült, die notwendige Harmonisierung, eine innere Balance der Körpersäfte, stellt sich ein, Vitalkräfte und Organismus werden nachhaltig gestärkt.

„Trinke oft vom Wasserlinsen-Trank, nüchtern, so viel wie man mit einem Atemzug trinken kann und ähnlich, wenn du abends zu Bett gehst. Es wird dadurch verhindert, dass die schlechten Säfte im nüchternen Zustand auftreten oder sich nach dem Essen bilden.“ 

Strategie 9: Eiskalter Boost

Kälteanwendungen wie Wechselduschen oder Eisbäder sind echte Gamechanger für dein Immunsystem – sie triggern die Produktion von Abwehrzellen, bremsen chronische Entzündungen und machen dich widerstandsfähiger gegen Stress und Infekte.
Schon 30–60 Sekunden kaltes Wasser am Duschende reichen, um braunes Fettgewebe zu aktivieren: Dieses „Kalorienverbrenner“-Gewebe wandelt weißes Fett teilweise in stoffwechselaktives braunes Fett um, pusht deinen Energieverbrauch und stärkt deine Vitalität – perfekt für die Wechseljahre, wo hormoneller Wandel oft träge macht.

Fang klein an: Nach der warmen Dusche 30 Sekunden kaltes Wasser (10–15 °C). Nach 1–2 Wochen auf 60 Sekunden steigern oder Wechselduschen ausprobieren (30 Sek. warm/kalt, 3 Runden).
Eisbäder? Starte mit 1–2 Min. in einer Wanne (15 °C), idealerweise mit Atemtechnik – dein Herz-Kreislauf-System wird gestärkt, Noradrenalin boostet deine Stimmung, und dein Immunsystem lernt Resilienz.
Regelmäßigkeit zählt: 3–5x/Woche für spürbare Effekte auf Abwehr, Fettverbrennung und Wohlbefinden – jetzt im Winter perfekt, um fit durch die kalte Jahreszeit zu kommen!

Strategie 10: Stärke deine Muskulatur

Deine Muskeln als Immun‑Apotheke

Regelmäßige Bewegung ist einer der stärksten natürlichen Booster, dein Immunsystem nachhaltig zu stärken – sie bringt Abwehrzellen in Schwung, optimiert deren Energiehaushalt und schützt vor Infekten sowie chronischer Entzündung, besonders in den Wechseljahren.

Warum Bewegung so hilfreich ist zur Immunstärkung

Mitochondrien-Power in deinen Immunzellen
Ausdauertraining (z. B. 3x/Woche, 30–60 Minuten bei moderater Intensität) fördert die Mitochondrien in deinen Immunzellen . Diese werden dadurch leistungsfähiger, flexibler im Stoffwechsel und können so besser Energie bereitstellen, wenn dein Immunsystem sie braucht. Trainierte Personen haben hier nachweislich eine höhere Fitness und eine stärkere Zellenergie – ein echtes Immun-Upgrade!

Myokine: Die Muskel‑Botenstoffe, die Entzündung bremsen
Deine Muskeln sind nicht nur für Bewegung da, sie sind ein aktives Sekretionsorgan. Beim Training produzieren sie sogenannte Myokine, wie das Interleukin-6 (IL-6). Anders als bei Krankheiten wirkt dieses IL-6 beim Sport beruhigend auf das Immunsystem, aktiviert den Energie-Sensor AMPK, kurbelt die Fettverbrennung an, unterstützt die Autophagie und unterdrückt entzündliche Prozesse.

Energiemanagement & neue Abwehrzellen
IL-6 sorgt außerdem dafür, dass deine Leber während des Trainings Zucker bereitstellt, um deine Muskeln zu versorgen. Gleichzeitig werden neue Immunzellen gebildet und die vorhandenen Zellen reguliert – dein Immunsystem wird also gleichzeitig gestärkt und ausbalanciert.

Strategie 11: Gemeinschaft stärkt

Soziale Kontakte: Dein unsichtbarer Immun‑Schutzschild

Unser Immunsystem reagiert nicht nur auf Viren und Bakterien, sondern auch sehr fein auf das, was wir emotional erleben. Soziale Verbundenheit wirkt dabei wie ein Schutzfaktor von innen: Wer sich gesehen, gehört und eingebunden fühlt, hat messbar niedrigere Entzündungswerte, stabilere Stresshormone und eine bessere Immunregulation.

Der Unterschied zwischen Gemeinschaft und Einsamkeit ist dabei enorm. Fühlen wir uns dauerhaft allein oder sozial isoliert, interpretiert der Körper das unbewusst als Stresszustand. Studien zeigen, dass Einsamkeit mit erhöhtem Cortisol, mehr entzündungsfördernden Zytokinen und einer geschwächten antiviralen Abwehr einhergeht. Die Immunantwort wird ungenauer – sie reagiert schneller über, aber weniger effektiv. Umgekehrt stärkt soziale Nähe die Aktivität von Abwehrzellen und senkt chronische Entzündungsprozesse. Große Übersichtsarbeiten zeigen sogar: Soziale Isolation kann das Krankheits- und Sterberisiko ähnlich stark erhöhen wie Rauchen oder Bewegungsmangel.

Und was tun, wenn man sich allein fühlt?

Wichtig ist: Es geht nicht um möglichst viele Kontakte, sondern um echte Verbindung. Kleine Schritte zählen. Ein regelmäßiger Termin (Spaziergang, Kurs, Kaffeetreffen), ein Ehrenamt, eine Gruppe mit gemeinsamen Interessen oder auch therapeutisch begleitete Gespräche können dem Nervensystem wieder Sicherheit vermitteln. Selbst kurze, positive soziale Interaktionen wirken – und dein Immunsystem ist aktiv!

Was du jetzt konkret tun kannst: So stärkst du dein Immunsystem im Alltag

Ein starkes Immunsystem entsteht nicht über Nacht – und schon gar nicht durch radikale Programme. Es wächst leise im Alltag: durch das, was du isst, wie du dich bewegst, wie gut du schläfst, wie sehr du dich verbindest und wie liebevoll du mit dir selbst umgehst.

Gerade in herausfordernden Lebensphasen – hormonelle Veränderungen, Stress, wenig Pausen – braucht dein Immunsystem keine zusätzlichen To-dos, sondern kluge, alltagstaugliche Impulse, die wirklich umsetzbar sind.

Ich habe dir hier eine Auswahl an Tipps zusammengestellt, die sich leicht und ohne großen Aufwand in deinen Alltag integrieren lassen. Du musst nichts perfekt machen – es reichen schon kleine Veränderungen, um dein Immunsystem spürbar zu unterstützen – der Trick ist die REGELMÄSSIGKEIT.

Alltagstipps für dein Immunsystem

  • Starte morgens mit einem Glas lauwarmem Wasser und achte über den Tag verteilt auf ausreichend Flüssigkeit.

  • Überlege dir, ob du Zucker und Alkohol bewusst reduzieren kannst – und im Gegenzug mehr Gemüse auf deinen Teller bringst.

  • Kennst du deinen Vitamin-D-Spiegel? Gerade in den Wintermonaten kann eine Ergänzung sinnvoll sein, besonders wenn du bisher nichts einnimmst.

  • Sind bei jeder Mahlzeit Proteine dabei? Sie sind wichtig für Muskeln, Stoffwechsel und Immunzellen.

  • Iss öfter fermentierte Lebensmittel wie Joghurt oder Sauerkraut – dein Darm und dein Immunsystem lieben sie.

  • Halte zwischendurch kurz inne, auch wenn es nur eine Minute ist, und sage bewusst Danke. Ich bin sicher: Es gibt etwas, wofür du dankbar sein kannst – selbst wenn es klein erscheint.

  • Achte auf deine Atmung. Probiere diese Atemübung ganz bewusst aus (Kenncode: 23×81&&q)
    Rhythmisches Atmen bringt dich zurück in deinen Körper, erdet und vermittelt Sicherheit. Wie fühlst du dich danach? Ich bin gespannt!

  • Tanke morgens direkt Tageslicht, am besten draußen – das hilft deinem Biorhythmus und deinem Immunsystem.

  • Lege abends PC und Handy frühzeitig weg, um deinem Nervensystem das Abschalten zu erleichtern.

  • Hast du ein Einschlafritual? Ein Tee, ein Buch oder eine kurze Meditation können Wunder wirken.

  • Versorgt dein Abendessen dich gut für die Nacht? Zu leicht oder zu schwer kann den Schlaf stören.

  • Verwende hochwertige Öle in deiner Küche. Wie gut bist du mit ungesättigten Fettsäuren versorgt?
    Du möchtest mehr wissen?
  • Trinke täglich eine Tasse Zistrosentee – eine einfache Unterstützung für dein Immunsystem.

  • Hast du Hildegard-Gewürze in deiner Küche? Sie verbinden Tradition, Genuss und Immununterstützung.

  • Starte deinen Tag mit einer Wechseldusche, auch kurz – dein Kreislauf und dein Immunsystem danken es dir.

  • Nimm dir täglich Zeit für einen Spaziergang. Fühlst du dich morgens steif oder unbeweglich? Vielleicht magst du mit dieser sanften Routine – den 8 Bewegungsrichtungen der Wirbelsäule starten (Kenncode: vQK1*?9D)?

  • Hattest du heute schon Kontakt mit einem netten Menschen? Und hast du heute schon gelacht? Vielleicht magst du aktiv auf jemanden zugehen oder sogar eine Postkarte schreiben – wir sind ja die Generation, die noch weiß, was das ist: Handschrift und echte Worte.

Wenn du sowas hilfreich findest und gerade nicht so richtig fit wirst oder deinem Immunsystem gezielt etwas Gutes tun möchtest, habe ich noch etwas für dich: meine Immunchallenge. Dort bekommst du jeden Tag zwei einfache Impulse, die dein Immunsystem stärken – alltagstauglich, machbar und ohne Überforderung. Schreib mir einfach eine E-Mail und los geht’s!

Fazit: Kleine Schritte, große Wirkung

Wie du siehst, gibt es unzählige Möglichkeiten, dein Immunsystem sanft zu unterstützen und gesund durch die Wechseljahre (und den Winter) zu kommen – und die Tipps sollen dich inspirieren.

Am besten wählst du ein oder zwei kleine Dinge, die sich leicht in deinen Alltag integrieren lassen, und machst sie zur Routine. Nach 2–3 Wochen werden diese automatisch zu einer Gewohnheit und sind nicht mehr wegzudenken.

In diesem Sinne wünsche ich dir von Herzen alles Gute

Deine

Sabine 💗

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Bild von mir mit Jeansjacke über der Schulter

Hallo und schön, dass du hier bist!

Ich bin Sabine, Apothekerin, Heilpraktikerin, Expertin für natürliche Hormonregulation – und selbst in den Wechseljahren.

Ich begleite ich dich mit alltagstauglichen Lösungen durch diese Phase, damit deine Hormone ins Gleichgewicht kommen, du  wieder mehr Energie spürst und dich richtig wohl in deinem Körper fühlst – ohne dich mit Erschöpfung, Gewichtszunahme oder anderen Beschwerden abfinden zu müssen.

Mein Ansatz ist ganzheitlich und individuell, weil jede Frau einzigartig ist. Gemeinsam meistern wir deine Herausforderungen mit Freude, Leichtigkeit und natürlichen Strategien.

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